Holzlexikon

 

Fichte:
Gleichmäßig weiß, gelblichweiß bis rötlichweiß, ohne Kernfärbung(Reifholzbaum). Spätholz rötlich gelb. Frühholz fast immer weiß. Jahrringe je nach Wachstumsgebiet eng bis sehr breit. Jahresringgrenzen deutlich, Übergang Frühholz – Spätholz innerhalb des Jahrrings überwiegend allmählich. Drehwuchs kommt vor. Ladungsgewicht ca. 800 kg / cbm, mäßig schwindend. Die Festigkeitseigenschaften sind je nach Wuchsgebiet unterschiedlich, allgemein sehr gut. Sehr gut zu bearbeiten, gut zu trocknen, gutes Stehvermögen, jegliche Oberflächenbehandlung ist möglich. Als Vollholz das am meisten verbrauchte Nadelholz in Deutschland, weil vielseitig einsetzbar.

Fehler: Krümmungen, Kernverlagerungen, Harzgallen, Rotfäule, Querrisse

Kiefer:
Gelblichrötlich, Splint oft sehr breit und etwas heller als das Kernholz; im frischen Zustand nicht immer betont unterschieden, aber schon nach kurzer Lagerung und erst recht durch Lichteinwirkung hebt sich das nachgedunkelte Kernholz scharft abgegrenzt vom helleren Splintholz ab. Ladungsgewicht ca. 820 kg / cbm. Schwindet mäßig, aber mehr als Fichte. Die Festigkeitseigenschaften sind je nach Wuchsgebiet sehr unterschiedlich; bei nördlichen Herkünften günstiger als bei südlichen. Die Trocknung verläuft nur langsam; wegen des Harzgehalts dürfen keine hohen Temperaturen verwendet werden. Grundsätzlich gut zu bearbeiten, lediglich der Harzgehalt kann sich für die Werkzeuge unangenehm bemerkbar machen. Vielseitig einsetzbares Nutzholz z.B. Bauholz, Innenausbau, Möbelbau.

Fehler: Starke Verblauungsgefahr bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C, besonders für den Splint. Mäßig witterungsfest.

Lärche:
Das 1 bis 3 cm breite, gelblichweiße bis rötliche Splintholz setzt sich vom gelblichbraunen bis rötlichbraunen Kernholz erst intensiv ab, wenn es ausgetrocknet und dann nachgedunkelt ist. Ladungsgewicht ca. 750 kg / cbm. Das Schwindmaß ist sehr mäßig, das Stehvermögen befriedigend. Hervorzuheben ist die Pilzresistenz, wodurch das Holz auch ziemlich witterungsfest ist, sowie die Säurefestigkeit. Angenehmer Harzduft. Alle Bearbeitungsvorgänge bereiten keine Schwierigkeiten, sofern kein Drehwuchs vorliegt oder hoher Harzgehalt, der die Werkzeuge verschmiert. Freiluft- und Kammertrocknung verlaufen schnell, jedoch besteht im Kern eine gewisse Rissgefahr. Als Vollholz vielseitig einsetzbar, wenn es auf gute Festigkeit und Dauerhaftigkeit ankommt.

Fehler: Drehwuchs und unter Umständen sehr starker Harzgehalt.

Douglasie:
Der etwa 3 bis 6 cm breite Splint ist weiß bis gelblichgrau. Das Kernholz hat eine hellgelblichbraune bis rotbraune Färbung, die am Licht noch deutlich nachdunkelt. Ladungsgewicht ca. 700 kg / cbm. Mäßig schwindend, sehr gutes Stehvermögen, witterungsfest. Lässt sich gut bearbeiten, auch wenn der hohe Harzgehalt die Werkzeuge verschmutzt. Stark grobjährige Hölzer neigen zu wolligen Flächen und beim Nageln zum Platzen. Die Kammertrocknung bereitet keine Schwierigkeiten, jedoch kann bei größeren Stärken an der Oberfläche feine Rissbildung auftreten. Als Vollholz für Konstruktionen, Rahmen und als Sperrholz. Fehler: Harzaustritt bei stärker Erwärmung, Verblauung, in Verbindung mit Feuchtigkeit und Eisenmetallen Reaktionsverfärbung, die farblich einer Pilzbläuung ähneln.
Eiche:
Die deutschen Eichen haben einen etwa 2,5 bis 5 cm breiten, gelblichweißen Splint, der sich deutlich vom graugelben Kernholz absetzt. Das Kernholz dunkelt später zu einer hellbraunen bis dunkelbraunen Farbe nach. Ladungsgewicht ca. 1000 kg / cbm. Mäßig schwinden. Das Kernholz ist witterungsbeständig und sehr dauerhaft. Die Bearbeitung von Eichenholz verlangt große Sorgfalt und sorgfältig geschärfte Werkzeuge. Es ist sehr langsam und kontinuierlich in der Kammer zu trocknen; einmal getrocknet, hat es ein sehr gutes Stehvermögen. Eichenvollholz wird je nach Qualität verschieden und vielseitig eingesetzt, u.a. für stark beanspruchte Konstruktionen im Brücken- und Fachwerkbau.
 

Fehler: Starke Krümmungen, Drehwuchs, Kernrisse und Farbfehler (u.a. Korrosionsflecken).

Buche:
Kernholz und Splint nicht deutlich unterschieden, weißlichgrau mit blassgelblicher bis rötlicher Tönung; durch Dämpfung kann der rote Farbton intensiviert werden. Ladungsgewicht ca. 850 kg / cbm. Stark schwindend, mäßig gutes Stehvermögen, überdurchschnittliche Festigkeit. Leicht und sauber zu bearbeiten, die Trocknung ist vorsichtig vorzunehmen, da das Holz an den Enden und an den Oberflächen zum Reißen neigt. Als Funier vielseitig einsetzbar sowohl als Schälfunier zur Sperrholzerzeugung. Im Vollholzsektor in der Sitzmöbelerzeugung, für Parkett und auch im Fahrzeugbau.

Fehler: In feuchtem Zustand wenig witterungsfest; pilz- und insektenanfällig.

Bongossi:
Das etwa 5 cm breite, blassgraue Splintholz setzt sich deutlich vom violettbraunen bis schokoladenbraunen Kernholz ab, das an der Oberfläche im Freien schnell vergraut. Zwischen Splint- und eigentlichem Kernholz liegt ein etwa 8 cm breiter äußerer Mantel als Reifholzzone, die heller gefärbt ist als der eigentliche Kern. Ladungsgewicht ca. 1.150 kg / cbm. Starke Schwindung bei einem wenig guten Stehvermögen. Die Trocknung, besonders bei großen Stärken, ist schwierig. Eines der härtesten Tropenhölzer mit hohen Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften sowie hoher Abriebfestigkeit; ziemlich säure- und witterungsfest. Frisches Holz ist nicht schwierig zu sägen, jedoch bereitet die anschließende Bearbeitung Schwierigkeiten bzw. benötigt einen hohen Kraftaufwand, Werkzeuge stumpfen schnell ab. Schrauben und Nägel sind vorzubohren. Seine Verwendung im Außenbereich bedingt keine besondere Oberflächenbehandlung. Wird aufgrund seiner hohen Dauerhaftigkeit vorzugsweise im Hafen-, Wasser- und Brückenbau eingesetzt.

Fehler: Reißt und splittert leicht. Reifholzzone teils weniger dauerhaft.

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Billinga:
Das schmale, etwa 5 cm breite, blassgelbe bis hellgraue Splintholz unterscheidet sich deutlich vom goldgelben Kernholz, das später zu Orangenrot bis Goldbraun nachdunkelt und natürlich glänzt. Ladungsgewicht ca. 1.000 kg / cbm. Mit mäßigem Schwindmaß. Schweres Holz mit hohen statischen Festigkeitseigenschaften. Hohe Pilz-, Insekten- und Witterungsfestikeit. Einsetzbar überall dort, wo es auf gute Festigkeitseigenschaften ankommt, insbesondere für Bodenplanken und Trittbretter im Waggonbau.

Fehler: Neigt zu Oberflächenrissen; starke Widerspänigkeit, Kurzfaserigkeit.

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Bangkirai:
Der etwa 3 bis 8 cm breite Splint ist helgrau bis blassgelblich, das Kernholz ist gelblich bis hellbraun, später zu Braun nachdunkelnd. Ladungsgewicht ca. 1.200 kg / cbm. Niedrige Schwindung für das hohe Gewicht, trockenes Holz hat noch befriedigendes Stehvermögen mit geringer Neigung zur Rissbildung. Recht pilz- und insektenfest. Gut zu bearbeiten, kein vorzeitiges Stumpfen der Werkzeuge, beim hobeln Faserausrisse möglich. Sehr festes und dauerhaftes Konstruktionsholz für die Deckung von Brücken, Rampen, Kaianlagen sowie für Fachwerk. Auch zu empfehlen für strapazierte Fußböden, Schwellen, sowie für den Wasserbau. Da säurefest, auch für chemische Behälter geeignet.

 

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